Trinkwasserfilter

Definition

Trinkwasser-Schutzfilter sind Geräte, die dem Trinkwasser ungelöste Stoffe entziehen, welche zu technischen Störungen in der Hausinstallation führen können. Ihr Einsatz schützt hochwertige, teure technische Geräte, Trinkwasserinstallationen, Sanitärarmaturen und Warmwasserbereiter.

Unser Trinkwasser erfüllt die strengen Regeln der Trinkwasserhygiene in jeglicher Hinsicht. Wenn das Trinkwasser beim Verbraucher ankommt, hat es jedoch schon eine weite Strecke hinter sich. Zehn Kilometer oder mehr sind keine Seltenheit. Auf diesem Weg kann das Wasser verschiedene Partikel aufnehmen. Diese Teilchen - Rostteilchen und Sandkörner zum Beispiel - sind häufig von der Rohrwandung im öffentlichen Versorgungsnetz losgelöste Inkrustierungen und Ablagerungen, die dann vom Trinkwasser mitgeführt werden. Auch bei Montagearbeiten am Rohrnetz lässt sich nicht völlig ausschließen, dass Feststoffpartikel ins Netz gelangen. Werden diese Fremdstoffe ungehindert in die Hausinstallation eingespült, können sie fatale und teure Schäden anrichten.

Lochkorrosion durch Ablagerungen

Eingeschwemmte Feststoffteilchen können auch eine spezielle Form der Korrosion verursachen: den sogenannten Lochfraß. Lagern sich diese Partikel an der Rohrwand ab, wird der Zutritt von frischem, sauerstoffhaltigem Wasser an dieser Stelle unterbunden. Ein örtlich unterschiedlicher Sauerstoffgehalt entsteht, der eine elektrochemische Reaktion in Gang setzt. Diese führt zu einer punktuellen Auflösung des metallenen Werkstoffs bis hin zu Undichtigkeiten und Rohrbruch. Diese Lochkorrosion ist deshalb so gefährlich, weil der Schaden sehr rasch, oft schon nach wenigen Monaten, eintritt. Besonders betroffen sind neue Hausinstallationen, da hier die metallenen Leitungen noch blank sind und schützende Deckschichten fehlen.

Schutzfilter sind Pflicht!

Um das Einspülen von Fremdstoffpartikeln aus dem öffentlichen Versorgungsnetz und die daraus resultierenden Folgen zu verhindern, schreibt die DIN 1988-200 DVGW-geprüfte Schutzfilter nach DIN EN 13443-1 und DIN 19628 vor. Diese sind unmittelbar nach dem Wasserzähler einzubauen. Dies gilt für alle Rohrleitungswerkstoffe.

Bitte beachten Sie: 
Wird ein Filtereinsatz nicht gewechselt, ist dies höchst unappetitlich und auch eine gefährliche Keimquelle.

DVGW-geprüfte Trinkwasser-Schutzfilter gibt es in verschiedenen Varianten: als Wechselfilter, Rückspül-Schutzfilter oder Hauswasserstation. Für alle gilt: Sie müssen regelmäßig gereinigt werden, wobei durch den Reinigungsvorgang weder abgesetzte noch andere Stoffe in das Versorgungsnetz gelangen dürfen.

Wechselfilter

JUDO HELVETIA WechselfilterWechselfilter sind in der Anschaffung die preisgünstigste Variante. Jedoch können sie nicht rückgespült werden. Ihr Filtereinsatz muss daher nach DIN EN 806-5 halbjährlich ausgetauscht werden. Eine solch regelmäßige Wartung ist auch unabhängig der Vorgaben einschlägiger Normen eine dringende hygienische Notwendigkeit, um das Aufwachsen von Keimen auf einem verschmutzten Sieb zu vermeiden. Das Produktprospekt zum Download

Rückspül-Schutzfilter

Rückspül-Schutzfilter Einen Rückspül-Schutzfilter kann der Betreiber selbst reinigen. Im Wohnhaus sollte ein Rückspül-Schutzfilter alle zwei Monate rückgespült werden. Jedoch gilt auch hier: Die regelmäßige Filterrückspülung ist eine hygienische Notwendigkeit – verschmutze Siebeinsätze bieten unerwünschten Keimen eine ideale Lebensgrundlage.
Der Siebeinsatz im Rückspül-Schutzfilter kann von außen durch ein Schauglas kontrolliert werden und ist im Handumdrehen wieder rückgespült. Bei der Rückspülung wird der Siebeinsatz mit filtriertem Wasser gereinigt. Dieses durchströmt den Siebeinsatz in umgekehrter Richtung, sodass die an der Außenseite des Siebes angelagerten Partikel ausgespült und dem Abwasser zugeführt werden. Ist kein Abwasseranschluss vorhanden, kann auch ein Eimer verwendet werden, um das Rückspülwasser aufzufangen.  Das Produktprospekt zum Download.

Glänzend in Sachen Hygiene

Die KeimschutzklasseEin Trinkwasser-Schutzfilter darf die Qualität des Trinkwassers nicht beeinträchtigen. Um zu verhindern, dass ein Filter zur Keimquelle wird, sind die Filter der JUDO Keimschutzklasse mit einem versilberten Edelstahlsieb ausgestattet. Die antibakterielle Wirkung von Silber ist seit Langem bekannt. Hochwertige Silbertechnologie findet sich heute im Heftpflaster, in Waschmaschinen und Kühlschränken, in Brauseschläuchen und eben auch in Trinkwasserfiltern von JUDO. Der Einsatz dieses Werkstoffs verhindert, dass der Filter selbst bei mangelhafter Pflege zu einer Keimquelle wird. Zu den Filtern der Keimschutzklasse zählen zum Beispiel der JUDO PROFI-QC und JUDO PROMI-QC.  Das Produktprospekt zum Download.